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Philosophiegeschichtsschreibung

Aktuelle Themen und Methoden der Philosophiegeschichtsschreibung (mit Schwerpunkt russische Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts)

Dirk Uffelmann

0. Philosophiegeschichtsschreibung als Konstruktion

Wie Geschichte schreibend gemacht wird, [1] ist gleichfalls Philosophiegeschichtsschreibung, immer auch Philosophiegeschichtsumschreibung [2] und zugleich -fortschreibung.Insbesondereim postsozialistischen Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaist dieVerwaltung intellektueller Traditionen derverschiedenenNationalkulturen ein eminenter Akt vonVergangenheitspolitik. Versucheder Re-Definition des russischenkulturellen Erbes, wie sie Anfang der90er Jahre ungeordnet "von unten"kamen, werden seit der spätenJelzin-Ära und verstärkt unter PutinsPräsidentschaft in der Suche nacheiner "nationalen Idee" kanalisiert.[3]

In diesem für deutsche Adressat/inn/en geschriebenen Überblickmussneben der speziellen Berücksichtigung vondeutschsprachigenForschungszusammenhängen, Institutionen undPublikationen daherunablässig Bezug genommen werden auf die in Russland(und angehängt,kursorisch: in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaüberhaupt),ablaufenden Fort- und Umschreibungen derjeweiligenPhilosophiegeschichten sowie auf Gegenwartsphilosophie,insofern dieseImplikationen hat für die Neuschreibung der jeweiligennationalenPhilosophiegeschichte.

1. Neu- und Wiederaneignungen

Auf kaum einer anderen Wissenschaft hat das ideologische Joch des Marxismus-Leninismus so gelastet wie auf der russischen Philosophiegeschichtsschreibung. Nicht zuletzt auf dieUnterdrückungder nicht-materialistischen Traditionen russischenPhilosophierens,aber auch auf die späte und auch dann schwacheAristoteles-Rezeption,den Mangel an Gnoseologie und Ontologie, auf diekultur-konkrete Noteund die mit all dem zusammenhängende Schwächederanalytisch-wissenschaftlichen Richtung in Russland geht eine nochimmerverbreitete Fehleinschätzung zurück, eine russischePhilosophieexistiere gar nicht. [4] Nach dem politischen Umbruch unddem Ende desmarxistisch-leninistischen Monopols bestand mithinRevisionsbedarf invielerlei Hinsicht, was in den 90er Jahren impostsowjetischen Russlandzu einer zwischenzeitlich abgeflachtenHochkonjunktur von Philosophieführte, im Zuge dern eine für die Kürzeder Zeit wohl beispielloseÜbersetzungsleistung vollbracht wurde: Inschneller Folge erschienenneue Übersetzungen von Klassikern wie vonjüngeren Stars westlichenphilosophischen Denkens.

Parallel zur in vielen Fällen verspäteten Neuaneignung westlicher philosophischer Entwicklungen hatte nach dem Umbruch die Wiederaneignung bzw. Neukonstruktion der russischen philosophischen Traditionzugeschehen, [5] zuvorderst der nicht-marxistischen Richtungen, waszuvöllig anders gelagerten Konzeptualisierungen derrussischenPhilosophiegeschichte führen musste. Das Fernziel einerkohärentenNeukonstruktion bedurfte im ersten Schritt derlexikographischenErfassung, die naturgemäß nur schrittweiseakkumulierend vor sich gehenkonnte, was an den sukzessivenErweiterungen neuer Lexika zurrussischen Philosophie ablesbar ist. [6]Was historische Synthesenangeht, ist vorderhand noch auf diegroßen Philosophiegeschichten ausdem Exil zurückzugreifen, [7] weilneuere Philosophiegeschichtenbislang kaum über den Charakter vonKursbüchern für Studierende hinaussind. [8] Neben deutschen undenglischen Publikationen der 80er Jahre[9] bilden Goerdts "Grundlagen"das bislang umfangreichste neuereReferenzwerk. [10]

Auf dem Weg zur Erstellung eines neuen Gesamtbildesmusstenneben der lexikographischen Erschließung zunächst die inSowjetzeitenverfemten Texte wieder zugänglich gemacht werden; bis etwaMitte der90er Jahre erfreuten sich Neuausgaben der Klassiker des19.Jahrhunderts und des Silbernen Zeitalters sowie der ErstenEmigrationungeahnter Nachfrage. Berdjaev war auf improvisiertenBuchständen innahezu jedem U-Bahn-Eingang erhältlich; in der zweitenHälfte der 90erJahre wurde diese Hochkonjunktur von Stephen King undEsoterikabgelöst; der Philosophie gilt nach diesem ersten NachholenimNicht-Fachpublikum seither deutlich geringeres Interesse.[11]Zeitgleich mit den Neueditionen von zu Sowjetzeiten unzugänglichen Textenerfreutensich Anthologie-artige Auswahlbände großer Beliebtheit, diemitbisweilen stereotypen Titeln wie "Russkie filosofy" [12]daherkamen.Während unter den wiedererschlossenen Texten etwa die instrengem Sinnepolitische Philosophie (jedenfalls soweit sienichtnationalistisch-imperial inspiriert ist) rudimentär blieb, [13]galtder Fokus der Kulturphilosophie mit ihrenkulturpolitischenImplikationen. Die Neuentdeckung des russischenphilosophischen Denkensdes 19. Jahrhunderts von Čaadaev und Kireevskijbis Solov'ev und desbeginnenden 20. Jahrhunderts von Bulgakov bis Frankund Šestov führtvielfach zu einer anachronistischen Neoslavophilie,deren Vertretergeistige Genealogien zwischen vorsowjetischerVergangenheit undpostsowjetischer Zukunft entwerfen, welche dieSowjetepocheprogrammatisch überspringen, [14] auf die geopolitischenLehren derEurasier zurückgreifen [15] oder vorschlagen, an so düstereGestaltenwie Zar Ivan den Schrecklichen [16] oder den reaktionärenOberprokurordes Heiligen Synod Pobedonoscev [17] anzuknüpfen. Zieldieserneoslavophil-neonationalistischen Vergangenheitspolitik istdernachmalige Versuch, eine russische "autochthone", [18] nichtwestlichbeeinflusste (und meistenteils auch nicht-demokratische)Traditionherauszuschälen und die alte "Russkaja ideja" [19] zureanimieren, vonder der westlichen Kulturwissenschaft scheinen wollte,dass sie längst"auf den Friedhof der Begrifflichkeiten neben dem'deutschen Wesen' undanderen untauglichen Mentalitätskonstruktenbeigesetzt" [20] gehörte.Dabei tragen allerdings auch manche neuerenwestlichen Publikationenzur Perpetuierung alter Heterostereotype bei.[21]

2. Fokus Religionsphilosophie

Unabhängig davon, wie ein Betrachter zur christlichenMetaphysiksteht – er wird einräumen müssen, dass die originellsteInspiration,welche die russische Philosophie vor 1917 und bisin die ErsteEmigration hinein zu bieten hatte und hat, auf die eineoder andereWeise der religiösen Philosophie zuzurechnen ist. Galt daskommerzielleKalkül nach 1990 zunächst Einzeltexten undzweibändigenAuswahlausgaben, [22] so laufen seit einigen JahrengrößereGesamteditionen. [23]

Neben diesen Restitutionen des vorrevolutionären Kanons besteht–gerade auf Seite westlicher Forscher – das Bestreben, diewenigbetrachteten Vertreter der russischen Philosophie ans Licht zuheben,etwa den großen Außenseiter Fedorov, [24] oder auch kaum bekannteNamenwie Aleksandr Šrejder [25] neu zu entdecken. Einerkennbaressystematisches Interesse gilt nicht nur den langevernachlässigtenreligiösen Denkern allgemein, [26] sondern insonderheitden religiösinspirierten Rationalitätsskeptikern des SilbernenZeitalters [27] ,vor allem Florenskij, [28] aber auch Rozanov, [29]Šstov, [30] Frank,[31] Špet und Losev. [32] Verfolgt werden desWeiteren deutsche Spuren,so – nicht nur von deutscher Seite – dierussische Rezeption von Kant[33] und Nietzsche [34] und die BeziehungenMax Webers zum russischenDenken. [35] Die Editionslage derÜbersetzungen russischer Philosophieins Deutsche ist dabei weiter allesandere als ideal: Seit 1980 liegtdie Solov'ev-Gesamtausgabe in achtBänden vollständig vor, eineFlorenskij-Werkausgabe erscheint seit 1985,von Berdjaev als dem überlange Zeit im Westen bekanntesten Vertreterder russischen Philosophieist eine unzusammenhängende Reihe vonArbeiten erhältlich, sonst sindes meist eher zufällige Einzeltexte undAusschnitte in Überblicken,[36] die für des Russischen nicht mächtigeLeser/innen zugänglich sind.In Russland werden außerrussischeForschungen zur russischenPhilosophie weiterhin nur rudimentärrezipiert. [37]

3. Bedingungen philosophischen Schreibens zur Sowjetzeit

Auf einer logisch späteren Stufe – nach der editorischenErschließungund auch Neukonstruktion eines ideengeschichtlichenZusammenhangs – istnach den sozialen und institutionellen Bedingungen der russischen Philosophie nach 1917zufragen. [38] Im Gegensatz zu den identifikatorischenpostsowjetischenWiederaneignungen wird in der westlichen Forschung zurrussischenPhilosophiegeschichte weniger systematisch aus vergangenemDenken fürheutiges gelernt ("rationale Rekonstruktionen", Rorty),sondern "historisch rekonstruiert" und kontextualisiert, ja – über eng philosophische Diskurse hinausgreifend – "Intellektualgeschichte" geschrieben.v[39]

Weniger weit entwickelt ist dies für die religiöse Philosophie;dieGeschichte der Repression wichtiger Gestalten derrussischenPhilosophie des Silbernen Zeitalters in der Sowjetunion nachderZwangsexilierung zahlreicher ihrer Protagonisten (u.a. Berdjaev)aufdem so genannten "Philosophenschiff" 1922 [40] (etwa dieInhaftierungFlorenskijs auf Solovki oder Bachtins Verbannung nachSaransk) ist erstin Ansätzen mit dem jeweiligen Schaffenkontextualisiert. Ein weiteresDesiderat wäre eine Soziologie der Emigrationsphilosophie, differenziert nach ihren jeweiligen Orten – Berlin, Paris, New York u.a. [41]

Der philosophiesoziologische Fokus ist besser etabliert im Hinblick auf die offizielle Sowjetphilosophie.Zwarsind gewisse Tendenzen zur Fortsetzung sowjetologischerHeterostereotypeund deren Übertragung auf die russischeKulturgeschichte insgesamtunbestreitbar, [42] doch liegen mittlerweilenach ersten, noch sehr aufden Marxismus bzw. die Abstoßung von ihmfixierten Ansätzen [43]produktive institutionensoziologischeForschungen vor. [44]

Ähnliches gilt für die inoffiziellen FormenrussischenPhilosophierens zu (späteren) Sowjetzeiten; währendPublikationen zurAlltagskultur der 60er Jahre, der politischen,religiösen undkünstlerischen Dissidentenzirkel vorliegen, gibt esüberPrivatgeschichten [45] hinaus zur KontextualisierungphilosophischenDenkens in der nachstalinschen Sowjetepoche bislangwenig. [46] Auchhier lag die Priorität zunächst auf der(Anthologie-förmigen)Sichtbarmachung der neuen philosophischen Entwicklung im Untergrund seit den 70er Jahren.[47]Berechtigterweise überragende Beachtung erfährt das ErbeMamardašvilis.[48] Die Würdigung des Werks von Achiezer, Averincev,Bibichin, Bibler,A.I. Brodskij, Ilienkov, Ju.I. Levin und Lichačev istbisher ehersporadisch geblieben. Die sich auf Mamardašvili (wenigerals Lehrer,denn als Anstoßgeber) berufenden Philosophen, die eineZeitlang mit demLabel des Marginalismus [49] beklebt wurden (Podoroga,Ryklin,Jampol'skij, Petrovskaja, Avtonomova), haben aufgrundihrerkonzeptionellen Öffnung für die zeitgenössische Philosophie desWestensdort den größten Anklang gefunden. Schließlich stellt sich wiebei derPhilosophie der Ersten Emigration auch bei der Gegenwartsphilosophie die Frage, wie sich einerseits die Inspirationen neuer Arbeitsorte in den philosophischen Entwürfen der neueren Emigrantenniederschlagen(Averincev, Groys, Ėpštejn, Jampol'skij, Pjatigorskij,I.P. Smirnov,B.A. Uspenskij). [50] Andererseits ist prekär, wie sichdie personalenKontinuitäten alter Lehrkräfte für Marxismus-Leninismus,die jetzt unter"Kulturologie" und anderen Etiketten angewandterPhilosophiefirmieren [51], die Proliferation der Universitäten und dieverheerendeökonomische Lage von Philosophie-Lehrenden in Russlandauswirken. [52]

Eine vergleichbare Spaltung kennzeichnet die Publikationsortefürrussische Philosophie: neue Zeitschriften (z.B. "Mesto pečati",seit1992) neben alten (etwa "Voprosy filosofii"); neue Verlagewie"Izdatel'stvo Russkogo Christanskogo gumanitarnogo instituta" oder,biszur kommerziellen Kehre um das Jahr 2000, "Ad Marginem", [53]nebenalten wie "Mysl'". Im Westen werden Arbeiten zur russischenPhilosophieneben spezialisierten Periodika wie "Studies in EastEuropean Thought"(bis 1961-1992 "Studies in Soviet Thought") oder"Symposion" (1996-)vor allem in slavistischen oderosteuropageschichtlichen Periodikauntergebracht und finden seltenerEingang in allgemeine Fach- (DeutscheZeitschrift für Philosophie [54])oder Publikumszeitschriften ("LettreInternational", "Leviathan","Transit" u.a.).

4. Kulturgeschichte

Über die Frage nach Institutionen und konkreter Lebenswelthinausgilt ein besonderes Augenmerk der jüngeren Forschung denbreiterenkulturellen Kontexten. [55] Totalaufrisse der russischen Kultur und begriffsgeschichtlicheEntwürfebilden den Rahmen für den Blick auf die Produktionsbedingungenundkommunikativen Dispositionen russischen Philosophierens. [56] Eineherkompilatives Zusammentragen der verstreuten Reaktionen auf dasWerkeinzelner Philosophen (verdienstvoll als Handwerkszeug für HistoryofBooks die "pro et contra"-Serie) [57] schafft danebendieVoraussetzungen für eine eingehendere Untersuchung derRezeptionsformen.

Die kulturwissenschaftliche Perspektive richtet sich weiter auf die Verschränkung der Philosophie mit anderen Diskursen,zuvorderst– ein eher traditioneller Fokus – mit der Literatur. [58]Dazu kommenakademische Diskussionen über das Verhältnis vonPhilosophie undPhilologie, [59] und – mit einer Umkehrung derklassischen Relation –die Betrachtung des Akts des Lesens alsGegenstand der Philosophie. [60]Über den traditionell anerkanntenphilosophischen Charakter derrussischen Literatur hinausgehend, wirdnach Denkmustern etwader Wirtschaftstheorie, [61] derArchitektur, [62] des Films (bes.Ėjzenštejn) [63] oder derPsychoanalyse [64] gefragt. WeitereAnschlussmöglichkeiten bieten die Gender Studies, [65] die aber längst nicht immer auf Augenhöhe mit der westlichen Alteritätsforschung gelangen. [66]

5. Argumentationslogische und poststrukturalistische Lesarten

Die bis heute wirksame kulturpolitische KonkretheitrussischenPhilosophierens [67] hatte einen besonderen Grad an zeit-undortsgebundener ideologischer Sättigung zur Folge. Diese zurepetierenoder auch nur ideengeschichtlich zu situieren, geht in derheutigen,außerrussischen Forschung praktisch nicht an. Methodisch suchteinguter Teil der neueren Arbeiten einen Ausweg in der Betrachtungnichtder ideologischen Gehalte, sondern der Formen der Argumentation. Die formale Logik warindieser Hinsicht schon früher ein Ausweg aus derideologischenZwangsjacke gewesen (etwa beim frühen Zinov'ev oder in denThesenLotman/Uspenskijs zu logischen Präferenzen der russischenKultur.) [68]Nun werden die proto-logischen Thesen vom in derrussischen Kulturdominanten Maximalismus [69] oder Dualismus selbst einer Revision mit feinerem logischem Werkzeug unterzogen. [70] In neuem Gewand, etwa dem der Modernisierungs- oder Systemtheorie,werdenallerdings bestimmte traditionelle Einschätzungen (wie die vomStrebennach Ganzheitlichkeit [71] oder vom dominanten dualen Denken)[72] eherbestätigt denn dekonstruiert.

Trotz der enormen Konjunktur von Übersetzungen aus dem westlichen Poststrukturalismus in Russland nach 1990 ist auf dem Feld kritischer Anwendung auf die russische Philosophiegeschichte noch wenig geschehen.[73] Es gibt vereinzelt Ansätze zu dekonstruktiv-neorhetorischen Lesarten,[74] wobei die Gattungsfrage (der Essay als Leitgenre der russischen a-systematischen Philosophie) noch zu stellen ist. Auch unter postkolonialistischen Vorzeichen, der Frage nach dem Überspringen von Hetero- in Autostereotype, der Invention Russlands durch den westlichenBlick, [75] ist in diesem Bereich noch Manches zu tun. [76]

6. Kontinuitäten

Einer der hinderlichsten Topoi der russischen Philosophiegeschichtsschreibung besagt, dass Russland 1836 von Čaadaevs "Erstem Philosophischem Brief" wie von einem "Schuss" (Gercen) aus einem vor-philosophischen Schlaf gerissen worden sei. Was es im 17. und 18. Jahrhundert an philosophischen Bemühungen gegeben hat,wird noch unzureichend gewürdigt.[77]

Wichtiger noch als die Vorformen aufklärerischen Philosophierens ist das religiöse, das orthodoxe Erbe: Was Rothe jüngst für die Literaturwissenschaft reklamierte – den von Herder-Topoi verstellten Blick auf die älteren Wurzeln der slavischen Kulturen endlich vom romantischen Folklore-Fokus ab- und der sakralen Gebrauchsliteratur zuzuwenden [78] –, das gilt – mutatis mutandis – nicht weniger für die Philosophiegeschichtsschreibung. Die Überwindung der 'Kulturgrenze' zwischen Forschungen aus Theologie und Religionswissenschaft einerseits und Philosophiegeschichtsschreibung andererseits ist schon angesichts der späten und deutlich anders verlaufenen Säkularisierung Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas triftig. Nach der Widerlegung aller Theorien von einem linearen Verschwinden von Religion ist der Blick frei für den Austausch zwischen Theologen und Philosophen bzw. deren Personaleinheit in Form Philosophie treibender Laientheologen (Chomjakov u.a.). Dabei ist die Wirkung der Starcen von Optina Pustyn', etwa auf Gogol', Kireevskij, Dostoevskij und Leont'ev besser dokumentiert als analysiert. [79] Die Bedeutung etwa des Begründers des neuzeitlichen Starcentums Paisij Veličkovskij oder professioneller Theologen des 19. Jahrhunderts wie Bucharev [80] und Tareev [81] für die russische religiöse Philosophie beginnt neu gewürdigt zu werden, und auch ein erster großer Wurf zur Zusammenschau liegt vor. [82]

Wichtige Handreichungen dazu kommen aus der wiedererstarkten Russisch-Orthodoxen Kirche; endlich sind, meist in Nachdrucken von Ausgaben aus dem 19. Jahrhundert, z.B. wichtige Texte der griechischen Kirchenväter oder der mönchisch-ascetischen Literatur wieder zugänglich, aus denen sich manche historiosophischenModelle des 19. Jahrhunderts herleitenund neoascetische Philosophieschöpft. [83] Da Kenntnisse derslavischen Altphilologie und derbyzantinischen Tradition abnehmen,werden dringliche Desiderate wie dieFrage der Transformation der Apophatik (Dionysios Pseudo-Areopagita), der Scholastik-Kritik und des mit ihr verschwisterten orthodoxen Antiokzidentalismus in der russischen Philosophie des 19. Jahrhunderts [84] nicht schnell zu beheben sein.

Während der direkte westliche philosophische Einfluss(Schelling,Baader etc.) schon länger vergleichsweise gut erforscht ist,[85]rücken gemeinsame Voraussetzungen von deutschem Idealismus und russischer religiöser Philosophie wie Hellenismus und Neoplatonismus (im Hinblick auf Solov'ev) oder die Hermetik (für Berdjaev und Bulgakov) erst nach und nach wieder in den Blick.

Umgekehrt ist das religiöse Moment in der russischen Philosophie–sei es orthodox oder heterodox – auch erst ansatzweise inBetrachtgezogen worden, wenn es um sowjetische Kontinuitäten wiewestlicheRezeption geht: Ältere Thesen von Atheismus als Religion [86]und denmessianistischen Gründen des Marxismus-Leninismus [87] sindwiederstark gemacht worden; [88] eine Durchbuchstabierung der FrageformalerKontinuitäten in der Sowjetphilosophie ist allerdings noch zu leisten. Für Bachtin,derdurch Kristevas Aneignung [89] für den Poststrukturalismuswichtigwurde, konnten im jüngst stärker in Blick genommenenphilosophischenFrühwerk [90] aber auch im literaturtheoretischenSpätwerk orthodoxeWurzeln aufgezeigt werden. [91] So wurde die Fragenach einemunterschwelligen Einfluss über die russische Exilphilosophieauf diewestliche Entwicklung aufgeworfen und hypothetisch eineLinieausgezogen, die von Bachtin über Kristeva und von Šestov überKojèvezum französischer Poststrukturalismus führen würde; [92]beantwortetist das Problem einer eventuellen paradoxen Filiation nochnicht. Dasneue Interesse für die Asystematiker Leont'ev, Rozanov,Šestov, das auspoststrukturalistischer Episteme resultiert, [93] könntedamit über surprising coincidences hinaus ideengeschichtlich erhärtet werden.

7. Institutionen

Philosophie, darunter auch russische, wird in der einen oderanderenForm gelehrt an den ca. 700 russischen Universitäten undHochschulen[94] und zentral an der Akademie der Wissenschaftenerforscht.Außerhalb Russlands sind institutionalisierteForschungszentren fürrussische Philosophie die Ausnahme; trotz gewisserSchwerpunktbildungen(Łódź, Fribourg, Nijmegen u.a.) ist die Forschungan Einzelpersonengebunden.

In Deutschland wird die osteuropäische Philosophie von SlavistikundOsteuropäischer Geschichte mitversehen. Der einzigeeinschlägigeLehrstuhl von Wilhelm Goerdt in Münster wurde nichtnachbesetzt, seineSchüler Boris Groys (Wien) und Alexander Haardt(Bochum) betreiben zwarweiter russischePhilosophiegeschichtsschreibung, aber im RahmenbreitererLehrverpflichtungen. In die Bresche, die die säkulareWissenschaftlässt, springen nach alter Tradition katholischeGeistliche, die zu denKristallisationsgestalten der organisiertenBeschäftigung mit russischerPhilosophie im deutschsprachigen Raumgehören. [95]

Fachtagungen wie in Innsbruck 1994, Bremen 1998, Potsdam 2000[96]gehen auf individuelle Initiativen zurück. JährlichfindenArbeitstreffen der Forschungsgruppe "Russische Philosophie" in Freiburg i. Br. statt, bei Symposien der "Transnational Vladimir Solovyov Society" konnte der Jahres-Turnus zuletzt nicht durchgehalten werden.

Die größeren deutschen Verlage waren bei Non-Fiction undnichtunmittelbar politischen Texten aus Osteuropa nach 1989 zunächsteherzurückhaltend. In der russischen Philosophie wurde das Feld stärkervonkleineren Häusern bestellt: Blaue Hörner, Marburg; EditionTertium,Ostfildern; Passagen, Wien; Kontext, Berlin. Besonders vielgeleistethat der Alber Verlag, Freiburg i.Br.

8. Osteuropäische, ostmitteleuropäische, südosteuropäische Gemeinsamkeiten?

Die beträchtlichen Differenzen, die sich aus den divergenten kulturhistorischen Zuordnungen der Regionen des östlichen Europas ergeben (vor allem anderen die konfessionellen Grenzen zwischen Slavia orthodoxa und Slavia latina,aberauch die Reichsgrenzen zwischen Preußen, Habsburgern, RussenundOsmanen) lassen das Unterfangen eines Vergleichs fastaussichtsloserscheinen. Kann es da eine "Philosophiegemeinschaftöstliches Europa"geben? Oder ist lediglich, Kollárs Idealzuwiderlaufend, eine punktuelle "Wechselseitigkeit"zwischen denphilosophischen Traditionen Ost-, Ostmittel- undSüdosteuropas denkbar?[97] Mit wenigen Ausnahmen [98] ist diesekomparatistische Frage garnoch nicht gestellt. Die entsprechendeProblemstellung ist in derPolitikwissenschaft hoch virulent; demBereich der politischen Theorieund Philosophie Ostmittel- undSüdosteuropas widmet sich das Institutfür die Wissenschaften vomMenschen (IWM) in Wien.

Schon so allgemeine Aspekte wie die Verspätung gegenüberWesteuropaoder gemeinsames Außen gegenüber dem westlichenDiskurs,kulturell-nationale Konkretion philosophischerFragestellungen,Dominanz von religiösem und romantischem Denken,Tendenzen zuAntirationalismus und – orthodox inspiriert –Antiokzidentalismus oderschließlich Praktizismus sind als mögliche tertiaheikel; umnur drei dem zuwider laufende Punkte zu nennen: dietschechischephänomenologische Tradition, die Lemberg-Warschaueranalytische Schule,die slowenische Heidegger- und Lacan-Rezeptionfallen aus diesemromantisch (und neoromantisch) dominierten Paradigmaklar heraus. Willman dennoch begrenzte Analogien zwischen verschiedenennationalenPhilosophiegeschichten in Ost-, Ostmittel- undSüdosteuropaherausarbeiten, so müsste auf sich diffus überlappendeRäume mitbestimmten Isotopien hingewiesen werden – etwa einenRaumromantisch-kulturell-konkreten, oftmals religiösinspiriertenPhilosophierens, der sich nicht deckt mit den Räumen, indenenanalytische Logik oder Tendenzen zur Phänomenologie vorherrschen.

Eine fundierte philosophiegeschichtliche Komparatistikwirddurch die Tatsache erschwert, dass, vor jedem Vergleich, ersteinmalalle übrigen Philosophiegeschichten Ost-, Ostmittel- undSüdosteuropassolide aufgearbeitet werden müssen. Etwa bei den spät alspolyvalentetablierten Schriftsprachen wie dem Weißrussischen oderMakedonischen,aber auch im Fall der Ukraine stellt dies ein erheblichesDesiderat dar.

9. Neuere Referenzwerke zu weiteren Philosophiegeschichten des östlichen Europas [99]

Hatte zu Zeiten des Bestehens der Sowjetunion, Jugoslawiens undderTschechoslowakei die Tendenz bestanden, nicht nachnationalkulturellenPhilosophiegeschichten zu unterscheiden undKonstrukte wietschechoslowakische, jugoslawische und Sowjetphilosophiezu etablieren,[100] so ist heute die gegenläufige Tendenz zubeobachten, dieSeparationen einführt, wo zuvor keine gesehen wordenwaren. [101]Besonders triftig ist das für Kulturen, die schon vordemkommunistischen Diktat von größeren Nachbarn vereinnahmt wurden wiedieukrainische, weißrussische oder makedonische. Als symptomatischkannman daher ansehen, dass gerade in diesen Fällen für eine jeweilseigenephilosophische Tradition auf christliches Denken zurückgegriffenwird.[102]

Während Skovoroda nun für eine ukrainischeTraditionreklamiert wird,[103] muss doch eingeräumt werden, dass andereethnischukrainische Philosophen (etwa Jurkevič) sich selbst derrussischenTradition zuordneten. [104] Auffällig ist, dass imukrainischen wieweißrussischen Fall vor allem die Frühzeit vonRenaissance bisAufklärung fruchtbar gemacht wird. [105]Gesamtdarstellungen undNachschlagewerke sind im Anfangsstadium. [106]

Gut dokumentiert ist die polnischePhilosophiegeschichte.[107] Führend sind immer noch die Arbeiten desWalicki-Umfelds. [108]Jüngst ist auch einiges, wenngleich wenigSelbstständiges auf Deutsch[109] erschienen. Im Vordergrund stehenzurecht die beiden feindlichenSchwestern – die romantische,national-praktizistische Philosophie[110] und die logisch-analytischePhilosophie der SzkołaLwowsko-Warszawska[111] –, die mehr mit derangelsächsischen Traditiongemein hat als alles, was aus Russland kam.

Selbstständige neue Arbeiten liegen zur tschechischen (und slowakischen)Philosophievor, [112] jüngst sogar umfangreiche deutschsprachigeAusgaben undPräsentationen; [113] im Zentrum stehen vorderhand diePhänomenologiePatočkas, [114] die vom IWM in Wien propagiert wird, das1987 einejährlich stattfindende Jan-Patočka-Memorial-Lecture auslobte,und diephilosophische Dimension des Dissidententums aufzeigt. [115]DieRekonstruktion einer selbstständigen slowakischen Tradition, diesichvon der tschechoslowakischen Umklammerung absetzt, ist nur bis ins19.Jahrhundert gediehen. [116] Daneben ist die ungarische Philosophiegeschichteambesten in westlichen Sprachen vorgestellt, [117] was auchderZusammenschau mit gemein-habsburgischen undungarndeutschenEntwicklungen zu verdanken ist, die allerdings eherpunktuellAufschluss über das ungarische Denken geben. [118]

Für die südslavischen Traditionen gibt es wenigerwestlichePräsentationen; [119] dargestellt ist die jugoslawischeneomarxistischePraxis-Philosophie [120] sowie die (junge) analytischePhilosophie,[121] ergänzt durch einige Überblicksdarstellungen. [122]Kaum im slowenischenKontext verortet wird bisher die weltweitrezipierte slowenischeLacan-Schule (Slavoj Šišek, Alenka Zupančiču.a.). [123] Referenzwerkeenthalten kursorische Abrisse derPhilosophiegeschichten Rumäniens [124] und Bulgariens. [125]

 

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Hlebš, Jože: Christliche Philosophie der Slowenen. Klagenfurt (usw.) 1997.

Kullashi, Muhamedin: Humanisme et haine. Les intellectuels et le nationalisme en ex-Yugoslavie. Paris, Montréal 1998.

Lazović, Živan, Pavković, Aleksandar: Philosophy of South Slavs. In: Craig, Routledge Encyclopedia of Philosophy, vol. 9, 48-56.

Pavković, Aleksandar (Hg.): Contemporary Yugoslav Philosophy.TheAnalytic Approach. Dordrecht (usw.) 1988 = NijhoffInternationalPhilosophy Series vol. 36.

Urbančič, Ivan: Philosophy with the Slovenes. In: Nationalities Papers, vol. 21 no. 1 (1993), 127-137.

3.7. Bulgarien

Schischkoff, Georgi, Ignatow, Assen: Bulgarien. In: Dahm, Ignatow, Geschichte der philosophischen Traditionen, Kap. F, 589-639.

Stojnev, Anani: Bulgarie. In: Klibansky, Pears, La philosophie en Europe, 124-131.

3.8. Rumänien

Amzăr, Dumitru: Rumänien, Dahm, Ignatow, Geschichte der philosophischen Traditionen, Kap. E, 515-588.

Rebreanu, Mircea: Das philosophische Denken der Rumänen. EineEinführung in die europäische Spiritualität. Egelsbach (usw.) 1997.

Tánase, Alexandre : Roumaine. In: Klibansky, Pears, La philosophie en Europe, 358-369.

4. Internetquellen

Links zu nationalen Philosophiegeschichten, darunter ost-, ostmittel- und südosteuropäischen: Culture and Ethnicity in Philosophy

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 
Stand Dezember 2003
Letzte Änderung am 4. Oktober 2004
Mail-Adresse des Autors: uffelma@uni-bremen.de
Digitales Handbuch zur Geschichte und Kultur Russlands und Osteuropas

 

 

 


 

 

 

 

 

[1]  White, Auch Klio dichtet.

[2]  Rorty, Wahrheit und Fortschritt, 355-394.

[3]  Vorzeichen dessen beobachtet Hedeler, Zwischen Europa und Asien, 1333, schon 1992.

[4]  Zu diesem Topos siehe Städtke, Vernunft-Kritik – Ganzheit der Welt-Selbsterkenntnis, 563f; noch bei Bohn, Neutatz, Studienhandbuch Östliches Europa, fehlt zwischen den Kapiteln "Religionen, Kirchen" (102-112), "Kunst, Literatur, Musik" (113-122) und "Bildung, Wissenschaft" (123-133) die Philosophie.

[5]  Hedeler, Dammaschke, Schwerpunkt: Russische Philosophie.

[6]  Alekseev, Filosofy Rossii, 1993, wesentlich erweitert 1995. Auch das polnische, dreisprachige Lexikonprojekt ist von anfänglich dünnen Heftchen (Lazari, Mentalność rosyjska; Ders., Russian Mentality) zu mittlerweile fünf Bänden (Ders. Idee w Rosji) angewachsen. Noch dezidiert als "kleine Enzyklopädie" deklariert sich das Nachschlagewerk Russkaja filosofija. Malyj ėnciklopedičeskij slovar'. Einen vorläufigen multidiziplinären Schlusspunkt bildet Stepin, Novaja filosofskaja ėnciklopedija, in vier Bänden, eingehend reflektiert in Lektorskij, Obsuždenie "Novoj filosofskoj ėnciklopedii".

[7]  Zen'kovskij, Istorija russkoj filosofii. 2 tt.; Losskij, History of Russian Philosophy. Daneben ist, trotz der Unübersichtlichkeit, auch Florovskij, Puti russkogo bogoslovija, weiter unverzichtbar.

[8]  Siehe etwa Novikov, Istorija russkoj filosofii X-XX vekov; Papadopoulo, Introduction à la philosophie russe; Kuvakin, A History of Russian Philosophy.

[9]  Levickij, Russisches Denken; Copleston, Philosophy in Russia.

[10]  Goerdt, Russische Philosophie. Grundlagen.

[11]  Ingold, Nach der Wende – schon am Ende?.

[12]  Etwa Dobrochotov, Nevolin, Filonova, Russkie filosofy; Nevolin, Filonova, Russkie filosofy; Filonova, Russkie filosofy.

[13]  Bakusev, Opyt russkogo liberalizma. Übersetzungen der einschlägigen Klassiker füllen die Lücke: Leontovitsch, Geschichte des Liberalismus, in Russland erschienen 1995: Istorija liberalizma v Rossii. Fedotovs theologisch-politische Philosophie wird seit 1996 in einer Gesamtausgabe (Sobranie sočinenij) zugänglich gemacht.

[14]  Adrianov, Mal'čevskij, Leont'ev – naš sovremennik; Egorov, Kotel'nikov, Stennik, Slavjanofil'stvo i sovremennost'.

[15]  Gumilev, Sočinenija; vgl. dazu Grübel, Zur russischen Kulturphilosophie der Gegenwart, 236 u. 263 Anm. 27.

[16]  Dugin, Russkaja vešč' t. 1, 113.

[17]  Pekšov, "Kto razorjaet...".

[18]  Vančugov, Očerk istorii filosofii "samobytno-russkoj".

[19]  Troickij, Vozroždenie russkoj idei; Maslin, O Rosii irusskoj filosofskoj kul'ture; Maslin, Russkaja ideja; Zis', Russkajaideja. 2 tt.; Zamaleev, Komarov, Novikov, Rossija glazami russkogo;Gulyga, Russkaja ideja i ee tvorcy. Zur Konjunktur des Konzepts"Russkaja ideja. siehe Aizlewood, The Return of the "Russian Idea".

[20]  Franz, Die russische Seele.

[21]  Rancour-Laferriere, The Slave Soul of Russia; Schramm,Russland ist mit dem Verstand nicht zu begreifen; Litschev, Rußlandverstehen.

[22]  Čaadaev, Chomjakov, Bulgakov, Šestov u.a.

[23] Solov'ev, Florenskij, Fedorov.

[24]  Hagemeister, Nikolaj Fedorov.

[25]  Pjatigorskij, Aleksandr Shrejder and his book "Ocherki filosofii narodnichestva".

[26]  Müller, Klehr, Russische religiöse Philosophie.

[27]  Siehe den speziellen Enzyklopädie-Artikel: Rosenthal, Russian Religious-Philosophical Renaissance.

[28]  Hagemeister, P.A. Florenskij i kul'tura ego vremeni;Hagemeister, Materialien zu Pavel Florenskij; Franz, Hagemeister,Haney, Pavel Florenskij; Žust, A la recherche de la Vérité vivante.

[29]  Stammler, Vasilij Vasil'evič Rozanov als Philosoph; Sergl, Literarisches Ethos.

[30]  Philonenko, La philosophie du malheur; Mailov, Lev Šestov kak problema.

[31]  Vgl., von Alexander Haardt betreut: Frank, Das Unergründliche; Boobyer, S.L. Frank.

[32]  Haardt, Husserl in Russland; Špet, Die Hermeneutik und ihre Probleme.

[33]  Dabei wird einerseits die traditionelle Distanz zu Kanthistorisiert (Kant i filosofija v Rossii; Achutin, Tjažba o bytii,244-271) und andererseits der Versuch eines verspätet-positivenReimports gemacht (Motrošilova, Zum Freiheitsverständnis des Kantischenund nachkantischen Idealismus).

[34]  Deppermann, Nietzsche in Russland; Rosenthal, Nietzschein Russia; Motrošilova, Fridrich Nicše i filosofija v Rossii; Heftrich,Ressel, Vladimir Solov'ev und Friedrich Nietzsche.

[35] Treiber, Max Weber und die russische Geschichtsphilosophie;Davydov, Gaidenko, Rußland und der Westen; Uffelmann, Potlatsch undWirtschaftsethik; Weber wird gar fortgeschrieben, wenn die von ihm niegeschriebene russisch-orthodoxe Wirtschaftsethik aus anderer Feder'nachgeliefert' wird: Buss, Die Wirtschaftsethik desrussisch-orthodoxen Christentums.

[36]  Goerdt, Russische Philosophie. Texte; Schmid, Russische Religionsphilosophen.

[37] Vychristjuk-Andreeva, Russkaja filosofija; Maslin, Russina Philosophy Abroad. Western Interpretations.

[38]  Für die Zeit vor 1917: Burchardi, Die Moskauer "Religiös-Philosophische Gesellschaft".

[39]  Siehe Rorty, Wahrheit und Fortschritt, 384.

[40]  Chorushi, Das Philosophenschiff; Kogan, "Vyslat' za granicu bezžalostno".

[41]  Ansätze dazu finden sich bei Raeff, Russia Abroad.

[42]  Merklich ist dies stellenweise bei der quantitativ sehrproduktiven Schule von Łódź (Interdyscyplinarny Zespół BadańSowietologicznych, geleitet von Andrzej de Lazari). Bisweilen wird diealte 'Feindforschung' vom überwundenen kommunistischen Gegner auf einenprinzipiellen russischen Nationalismus ausgeweitet, siehe etwa Lazari,Napoleon ili Čičikov; Bezwiński, Iwan Kirejewski.

[43]  Scanlan, Marxism in the USSR; Litschev, Kegler, Abschiedvom Marxismus; Koslowski, Russische Religionsphilosophie und Gnosis.

[44]  Vgl. bes. Zweerde, Soviet Philosophy; Gethmann, Plotnikov, Philosophie in Russland; Plotnikov, Sovetskaja filosofija.

[45]  Dazu siehe Ingold, Nach der Wende – schon am Ende?.

[46]  Pjatigorskij, Filosofija odnogo pereulka. Siehe auchStädtkes kulturwissenschaftliche Relektüre der Moskau-Tartuer Schule(Figura umolčanija).

[47]  Ackermann, Raiser, Uffelmann, Orte des Denkens; Zweerde, Russische filosofie na de perestrojka.

[48] Mamardachvili, La pensée empêchée; Kruglikov, Kongenial'nost'mysli; Kruglikov, Senokosov, Proizvedennoe i nazvannoe; Desiderat ist,gerade in Mamardašvilis Fall, die Frage des Hineinwirkensnicht-slavischer Kulturen der ehemaligen Sowjetunion in die russischePhilosophie.

[49]  Nach dem Verlag "Ad Marginem", mit dem sie Mitte der 90erJahre eng kooperierten. Vgl. Malachov, Ist Philosophie auf Russischmöglich?, 72f.

[50]  Was die Erforschung der schwierigsten philosophischenEntwürfe der Gegenwart (Smirnov, Ėpštejn, Podoroga) angeht, ist dasFeld noch nahezu unbestellt.

[51]  Scherrer, Kult'turologija als ideologischer Diskurs.

[52]  Kassavine, Die Situation der Philosophie in Russland

[53]  Siehe Ivanov, Protokol o namerenijach.

[54]  Siehe Einzelbeiträge etwa in den Nummern 5/1992, 11/1992 und den Schwerpunkt in 1/1995.

[55]  Eichler, Schneider, Russische Philosophie im 20. Jahrhundert; Ryklin, Städtke, Uffelmann, Uskol'zajuščij kontekst.

[56]  Stepanov, Konstanty; Mčedlov, Rossijskaja cilivizacija;Thiergen, Russische Begriffsgeschichte der Neuzeit; cum grano salisdazuzurechnen: Franz: Lexikon der russischen Kultur, und Ajrapetjan,Tolkuja slovo.

[57] Bisher erschienen Bände zu: Berdjaev 1994, Leont'ev, 2 tt. undRozanov, 2 tt. 1995; Florenskij 1996, 22001; Vechi und Čaadaev 1998,Vernadskij 2000, Solov'ev, 2 tt. 2000 und 2002, Merežkovskij undBachtin 2001.

[58]  Mamardašvili, Lekcii o Pruste; Petrovskaja, Čast' sveta; Podoroga, Fenomenologija tela, Kap. 7 u. 8, 226-281.

[59] Filosofija filologii; Avtonomova, Filosofija i filologija.

[60] Podoroga, Vyraženie i smysl.

[61]  Zweynert, Geschichte des ökonomischen Denkens in Rußland.

[62]  Papernyj, Kul'tura "dva".

[63]  Podoroga, Fenomenologija tela, Kap. 9, 282-326; Podoroga,Vtoroj ėkran; Jampol'skij, Pamjat' Tiresija, 370-405; Jampol'skij,Ėjzenštejnovskij "sintez".

[64]  Ėtkind, Ėros nevozmožnogo; Smirnov,Psichodiachronologika. Zur Konjunktur der Psychoanalyse in derRussland-Forschung siehe Witte, Rußland als Psychotop.

[65]  Vančugov, Ženščiny v filosofii; Rjabov, Ženščina iŽenvstvennost' v filosofii Serebrjanogo veka; eine Sondernummer widmendem die Studies in East European Thought 55/1 (2003).

[66]  Positiv etwa: Parnell, Einleitung; Seidel-Dreffke, Homosexualität bei Wasili W. Rosanow.

[67]  Vgl. die philosophischen Reaktionen auf den 11. September 2001 in Petrovskaja, Sinij divan.

[68]  Siehe das logische Frühwerk von Zinov'ev, etwa "LogischeSprachregeln". Lotman, Uspenskij, Rol' dual'nych modelej. BeiFlorenskij (Stolp i utverždenie istiny), war die Logik noch Mittel der(religiös-rationalitätskeptischen) Ideologie gewesen, was auch beimspäteren Zinov'ev, dem Sowjetologen, wieder der Fall ist (Sinowjew, DieDiktatur der Logik).

[69]  Trubeckoj, Maksimalizm.

[70]  Levin, Invariantnye struktury v filosofskom tekste;Uffelmann, Die russische Kulturosophie; gegen die Dualismus-Theseerheben auch Frank (Sibirien) und Obermayr (Der Verlust derExter[r]i[t]orität) Einwendungen.

[71]  Friedrich, Mentale Blockaden gegen eine gesellschaftliche Modernisierung; Kretzschmar, Identität statt Differenz.

[72]  Bagno, Novičikova, Poljarnost' v kul'ture.

[73]  Ėpštejn pointiert allerdings, die russische Kultur sei immer schon postmodern gewesen (Postmodern v Rossii, 9).

[74] Sergl, Literarisches Ethos, Meyer, Rusko jako přepsání; Meyer, Get the (Vanishing) Point.

[75]  Groys, Die Erfindung Russlands; Žak Derrida v Moskve.

[76]  Vgl. für den Balkan: Todorova, Die Erfindung des Balkans.

[77]  Emel'janov, Russkaja filosofija vtoroj poloviny XVIII veka.

[78]  Rothe, Sakrale Grundlagen, 1f.

[79] Gorelov, Optina pustyn'; Stanton, The Optina Pustyn Monastery in the Russian Literary Imagination.

[80]  Valliere, Modern Russian Theology.

[81]  Röhrig, Kenosis.

[82]  Špdlík, Die russische Idee.

[83]  Choružij, K fenomenologii askezy.

[84]  Vgl. Makrides, Uffelmann, Studying Eastern Orthodox Anti-Westernism.

[85]  Setschkareff, Schellings Einfluß, Tschižewskij, Hegel bei den Slaven.

[86]  Berdjaev, Istoki i smysl russkogo kommunizma.

[87]  Sarkisyanz, Russland und der Messianismus des Orients.

[88]  Tumarkin, Lenin lives.

[89] Kristeva, Bachtin, das Wort, der Dialog und der Roman.

[90]  Siehe u.a. Pekšov, M.M. Bachtin.

[91]  Emerson, Russian Orthodoxy and the Early Bakhtin; Woźny, Bachtin.

[92]  Groys, Filosof posle konca istorii.

[93]  Achutin, Tjažba o bytii, 272-283; Sergl, Literarisches Ethos; Uffelmann, Die russische Kulturosophie, Kap.6.

[94]  Vgl. Kassavine, Die Situation der Philosophie in Russland.

[95]  Ludwig Wenzler koordiniert die Aktivitäten der"Forschungsgruppe Russische Philosophie" (siehe auch Wenzler, DieFreiheit und das Böse nach Vladimir Solov'ev); Peter Ehlen lehrt an derHochschule der Jesuiten in München u.a. russische Philosophie (vgl.Ehlen, Der Mensch und seine Frage nach dem Absoluten).

[96] Deppermann, Russisches Denken im europäischen Dialog; Ryklin,Städtke, Uffelmann, Uskol'zajuščij kontekst; Franz, Hagemeister, Haney,Pavel Florenskij.

[97]  Frappant ist allerdings, dass mitunter ein und dieselbenPersonen, wie etwa Petr Mogila, Petro Mohyla, Piotr Mohyła vonrussischer, ukrainischer und polnischer Seite, von verschiedenenTraditionen für sich beansprucht werden.

[98]  Simons, Philosophy and Logic in Central Europe fromBolzano to Tarski, bes. 3; in Form einer Stereotype sammelnden undhinterfragenden Anthologie: Lazari, Pol'skaja i russkaja duša.

[99]  Angesichts des russischen Schwerpunkts des DigitalenHandbuchs können hier nur einige Überblickswerke und westlicheMonographien, und das aus der jüngsten Zeit genannt werden, über dieeine weiterführende Orientierung möglich ist.

[100]  Diese Sammelmuster wirken fort, sodass es noch heuteschwierig ist, dies bibliographisch zu trennen, siehe untenBibliographie, 3.4. u. 3.6.

[101]  Kullashi, Humanisme et haine, 121-205.

[102]  Oleksjuk, Chrystyjans'ka osnova ukraïnskoï filosofiï;eine vergleichbare Stoßrichtung verfolgt auch Hlebš, ChristlichePhilosophie der Slowenen.

[103]  Pasisnyčenko, Hryhorij Skovoroda i problemy nacional'noïfilosofiï, 5-135; Karas', Spadščyna Hryhorija Skovorody i sučasnist'.Die Gegenbewegung einer Verteidigung Skovorodas für die russischeTradition findet sich in der philosophisch anspruchsvollsten Arbeit vonSofronova, Tri mira Grigorija Skovorody, siehe bes. 73f.

[104]  Zakydalsky, Philosophy, 3.

[105] Padokšyn, Filasofskaja dumka ėpochi Adradžennja ŭ Belarusi;Padokšin, Pamjatniki filosofskoj mysli Belorussii XVII – pervojpoloviny XVIII v..

[106]  Zakydalsky, Philosophy; Mirtschuk, Geschichte derukrainischen Kultur, 115-132; Sačanka, Mysliceli i asvetniki Belarusi.

[107]  Lexikographisch: Andrzejewski, Kozłowski, Słownik filozofów polskich.

[108]  Walicki, Zarys dziejów filozofii polskiej; Borzym,Panorama polskiej myśli filozoficznej; Jadacki. Dazu noch JacekJuliusz, Orientacje i doktryny filozoficzne.

[109]  Kuderowicz, Das philosophische Ideengut Polens; Gogacz, Ślipko, Polen.

[110]  Walicki, Philosophy and Romantic Nationalism.

[111]  Coniglione, Polish Scientific Philosophy; Zygmunt,Polish Logic, Woleński, Philosophical Logic in Poland; Woleński, Logicand Philosophy in the Lvov-Warsaw School; Szaniawski, The Vienna Circleand the Lvov-Warsaw School.

[112]  Gabriel, Slovník českých filozofů; Gabriel, Českáfilozofie ve 20. století; Zumr, Philosophy in Czech Republic; Zumr;Philosophy in Slovakia.

[113]  Patočka, Ausgewählte Schriften; Mácha, Tschechien undSlowakei; Mácha, Glaube und Vernunft; Hagedorn, TschechischePhilosophen im 20. Jahrhundert.

[114]  Rabanus, Praktische Phänomenologie.

[115]  Tucker, The Philosophy and Politics of Czech Dissidence from Patočka to Havel.

[116]  Bodnár, Geschichte des philosophischen Denkens in der Slowakei.

[117]  Steindler, Ungarische Philosophie im Spiegel ihrerGeschichtsschreibung; Hanak, Geschichte der Philosophie in Ungarn;Hanák, Lendvai, Ungarn; Lendvai, Beckskehazi, Marton, Hongrie; Hogrebe,Philosophia Hungarica, Perecz, Philosophy in Hungary; mit einerphilosophischen Privatbiographie: Heller, Der Affe auf dem Fahrrad.

[118]  Nyíri, Am Rande Europas; Rathmann, Zur Geschichte derungarndeutschen Philosophie, gibt allerdings mehr Aufschluss überdeutschsprachiges Philosophieren in der oberungarischen, also imheutigen Sinne slowakischen Zips.

[119]  Vgl. Dahm, Ignatow, Vorwort, XVII.

[120]  Djurić, Žunjić, Philosophie in Serbien, 43-61; Kullashi, Humanisme et haine, 15-80.

[121]  Pavković, Contemporary Yugoslav Philosophy.

[122]  Djurić, Žunjić, Philosophie in Serbien; Grujić, Serbien und Kroatien; Lazović, Pavković, Philosophy of South Slavs.

[123]  Urbančič, Philosophy with the Slovenes, 136.

[124]  Amzăr, Rumänien; Tánase, Roumaine; dazu kommen einigeinformative Passagen in der idiosynkratischen Arbeit von Rebreanu, Dasphilosophische Denken der Rumänen, 18-44, 50-73.

[125]  Schischkoff, Ignatow, Bulgarien; Stojnev, Bulgarie.

 

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Inhalt:
0. Philosophiegeschichtsschreibung als Konstruktion
1. Neu- und Wiederaneignungen
2. Fokus Religionsphilosophie
3. Bedingungen philosophischen Schreibens zur Sowjetzeit
4. Kulturgeschichte
5. Argumentationslogische und poststrukturalistische Lesarten
6. Kontinuitäten
7. Institutionen
8. Ost-, ostmittel-, südosteuropäische Gemeinsamkeiten?
9. Neuere Referenzwerke zu weiteren Philosophiegeschichten
10. Bibliographie

   

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