Der Name „Internationale Gesellschaft für Aufklärung, Menschenrechte und soziale Fürsorge Memorial“ ist Programm. Seine Wurzeln hat MEMORIAL in einigen Initiativgruppen, die sich bereits 1987 zusammenfanden und von breiten Kreisen der gesellschaftlichen Reformbewegung der Perestrojka-Ära getragen wurden. Die Gesellschaft selber gründete sich 1988. Vier Jahre später schließlich wurde MEMORIAL von einer Allunionsgesellschaft (gegründet 1989) zu einer internationalen umgestaltet, zugleich gründete sich eine russische Gesellschaft unter dem gleichen Namen.
In ihrer Arbeit widmet sich MEMORIAL der historischen Aufarbeitung und dem Gedenken der Opfer des Totalitarismus, ihrer Rehabilitierung und engagiert sich in der sozialen Fürsorge im Sinne nicht nur medizinischer und materiell, sondern auch juristischer Unterstützung der Opfer von Repressionen. Ferner betreibt Memorial wissenschaftliche Forschung zur Aufarbeitung der Vergangenheit. Darüber hinaus werden Nachforschungen in Sachen aktueller Verletzungen der Menschenrechte unternommen. Über diese Themen definiert sich die Gesellschaft auf ihrer Webseite:
www.memo.ru.
MEMORIAL informiert hier auf deutsch, russisch und englisch über die eigene Geschichte, das Profil und die bereits angesprochenen Kernthemen. Unter „Gedenken“, „Geschichte des Terrors“ und „Rehabilitierung“ finden sich eher allgemeine Informationen sowie Angaben zur Bibliothek, Archiv, Fotoarchiv u.a.m. „Tag für Tag“ verweist auf die deutsche Webseite http://www.memorial.de/nachr.php. - die englisch- oder russischsprachige Version der Webseite ist diesbezüglich wesentlich ergiebiger. Die Rubrik „Menschenrechte“ schließlich informiert über aktuelle Brennpunkte. Auch hier ist der Hinweis nötig, zum Vergleich und vor allem für aktuellere Hinweise sich nicht auf die deutschsprachige Version der Seite zu beschränken, die ganz offensichtlich nicht mit der gleichen Intensität wie die englische oder russische gepflegt wird.15.02.2008


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